Tasteninstrumente

Klavier

 

Lehrinhalt

Das Klavier ist auch heute noch eines der beliebtesten Instrumente. Es ist vielseitig und kann sehr flexibel eingesetzt werden. Neben der klassischen Klaviermusik sind Lieder, Musicalmelodien, Jazz, Pop, volkstümliche Musik und vieles andere auf dem Klavier spielbar.

Es kann als Solo- wie als Begleitinstrument und als wichtiger Teil verschiedenster Musikgruppen eingesetzt werden.

Das Klavier bildet auch die Grundlage zum Erlernen anderer Tasteninstrumente, z.B. Orgel und Cembalo.

 

Anwendung

Für den Einstieg ins Klavierspiel ist es möglich, in verschiedenen Musikhäusern zu guten Bedingungen ein Instrument zu mieten.

In speziellen Fällen könnte ein Klavier mit Silent-System (Kombination zwischen akustischem Klavier und Digitalpiano) oder ein Digitalpiano (elektronisches Klavier) eine Alternative sein.

Die Klavierlehrkräfte beraten Sie gerne und geben Ihnen nützliche Tipps.

 

Unterrichtsform

Basis ist die Lektion Einzelunterricht von 30 Minuten. In Absprache mit der Musiklehrkraft können aber auch andere Möglichkeiten besprochen und durchgeführt werden.

 

Anforderungen

Voraussetzung ist die Musikalische Grundschulung / Grundkurs. Der Wert dieses Kurses für das Erlernen des Klavierspiels, wie auch aller anderer Instrumente, ist sehr gross. Die Grundkenntnisse in der allgemeinen Musiklehre ermöglichen ein schnelleres Lernen und damit Freude an baldigen Erfolgen.

Das ideale Einstiegsalter in den Instrumentalunterricht ist deshalb etwa das 8. Lebensjahr. Wichtig sind auch eine gute Motorik, gutes Koordinationsvermögen und eine sehr gute Auffassungsgabe (zwei Notenschlüssel, zwei Notensysteme).

 

Spätere Einsatzmöglichkeiten.

Solospiel, Begleitung von anderen Instrumenten oder Sängern, 4-händiges Klavierspiel, Kammermusik, Popgruppe, Ländlermusik-Gruppe, Big Band der Musikschule usw.

 

Zusatzfächer

Als Ergänzung zum Instrumentalunterricht wird die Belegung eines zusätzlichen Ensemblefaches empfohlen.

Zur Auswahl stehen:

· Volksmusik-Ensemble

· Kammermusik-Ensemble

 

 

Keyboard

 

Lehrinhalt

Zu Beginn der 60er Jahre entwickelte der amerikanische Ingenieur Robert Moog (geb. 1934) den ersten Synthesizer. Dieses Instrument kann den Klang vieler Instrumente reproduzieren oder sogar neue Töne erzeugen. Die Keyboardtastatur ist zwar kleiner, aber ebenso angeordnet wie die des Klaviers.

Daher sind die technischen Grundlagen zu Beginn ähnlich, wenngleich die linke Hand eher Begleitfunktion hat. Der Schwerpunkt der Keyboardliteratur liegt dagegen weniger im klassischen, sondern vielmehr im Pop-/Rock-/Jazzbereich.

 

Anwendung

Mit Hilfe eines Keyboardcomputers ist heute ein einziger Spieler in der Lage, ein Klangbild zu erzeugen, das auf herkömmliche Weise von hunderten von Musikern erzeugt werden müsste. Deswegen findet das Keyboard auch in so vielen Bereichen Anwendung: In Tonstudios, als Begleit- und Rhythmusinstrument, in Pop- und Rockbands sowie als Soloinstrument. Dabei ist der Gebrauch als Begleitinstrument sehr effektiv, da es eine ganze Band ersetzen kann.

 

Anforderungen

Dieses Instrument kann schon in sehr frühem Alter erlernt werden, denn zum Spielen sind weder viel Kraft noch grosse Hände erforderlich. Von Nutzen ist sicherlich ein solides Rhythmusgefühl, das aber ohne Weiteres in den ersten Jahren erworben werden kann. Spass an Pop- und Rockmusik sowie am gemeinsamen Musizieren sind immer erwünscht.

 

Zusatzfächer

Als Ergänzung zum Instrumentalunterricht wird die Belegung eines zusätzlichen Ensemblefaches empfohlen.

Zur Auswahl stehen:
- Jazz Rock-Workshop

- Rock-Workshop

 

 

Akkordeon Schwyzerörgeli

 

Lehrinhalt

Das Akkordeon ist ein weit aussen mit der Orgel verwandtes Instrument. Gemeinsam ist ihnen der Tonerzeuger, nämlich die Luft. Auf der Stimmplatte sind zwei gegenüberliegende Zungen gleicher Tonhöhe befestigt, so dass beim Stossen und Ziehen des Balges durch die Strömung der Luft jeweils der gleiche Ton erzeugt wird. Die Diskantseite besitzt eine Klaviatur, kann aber auch Knöpfe haben. Die Basseite weist nur Knopftasten auf, bis zu 120 Stück. Die Handharmonika und vor allem das Akkordeon erfreuen sich grosser Beliebtheit.

 

Anwendung

Zu beachten ist, dass es für diese Instrumente keine sogenannte „klassische“ Literatur gibt, die vorhandenen Noten aber doch technisch anspruchsvoll sind. Gerade im Alpenraum findet die „Handorgel“ viele Anwendungsmöglichkeiten, vor allem in der Volksmusik. Das Akkordeon, auch „Schifferklavier“ genannt, wird schon eher konzertant angewendet, sei es als Soloinstrument oder in Akkordeonorchestern.

Zu berücksichtigen ist auch, dass es sogenannte diatonische und chromatische Modelle gibt. Das „Schwyzerörgeli“ ist z.B. diatonisch, denn beim Stossen und Ziehen verändert sich die Tonhöhe.

 

Anforderungen

Da es auch bei diesem Instrument verschiedene Grössen gibt, ist es möglich, schon ab ca. 9 Jahren mit dem Unterricht zu beginnen.

Als Voraussetzung gelten eine gute Motorik und gutes Koordinationsvermögen.

 

Zusatzfächer

Als Ergänzung zum Instrumentalunterricht wird die Belegung eines zusätzlichen Ensemblefaches empfohlen.

Zur Auswahl stehen:

- Akkordeonensemble

- Schülerensemble

- Volksmusikensemble

 

 

Kirchenorgel

 

Lehrinhalt

Die Kirchen-Orgel wird zu Recht Königin der Instrumente genannt. Ihre erhabene Grösse, die klangliche Vielfalt und die grosse dynamische Bandbreite sind wohl die Hauptgründe dafür.
Die Kirchen-Orgel ist trotz Tendenzen zu „populärer Kirchenmusik“ im Gottesdienst auch heute noch das beliebteste Instrument. Sie ist vielseitig, kann flexibel eingesetzt werden und ist für die Begleitung des Gemeindegesanges unentbehrlich.
Neben der klassischen Orgelmusik (vor allem Barock und Romantik) ist ohne weiteres auch Jazz, Pop, volkstümliche Musik und vieles andere mehr auf der Orgel spielbar. Ob dies in sakrale Räume passt, ist eine andere Frage…


Die Kirchen-Orgel wird vorwiegend solistisch eingesetzt, kann aber auch gut andere Soloinstrumente begleiten.

 

Anwendung

Schon der Einstieg in den Orgelunterricht findet (in Absprache mit der jeweiligen Kirchgemeinde) auf der Kirchen-Orgel Ihrer Gemeinde statt. Instrument braucht also keines angeschafft zu werden. Ein Klavier zuhause vereinfacht aber manchmal die Übesituation.
Die Orgellehrkräfte beraten Sie gerne, helfen mit, den Kontakt zur jeweiligen Kirchgemeinde aufzubauen und geben Ihnen nützliche Tipps.

 

Unterrichtsform

Basis ist zu Beginn die wöchentliche Lektion Einzelunterricht von 30 Minuten. In Absprache mit der Musiklehrkraft können aber auch andere Möglichkeiten besprochen und durchgeführt werden.

 

Anforderungen

Voraussetzung sind 2-3 Jahre Klavierunterricht (Stufe Sonatinen, 2-stimmige Bach-Inventionen) sowie ausreichende Körpergrösse (Pedalspiel). Das ideale Einstiegsalter in den Orgelunterricht ist deshalb etwa das 12.-14. Lebensjahr. Wichtig sind gute Motorik mit ausgeprägtem Koordinationsvermögen und eine rasche Auffassungsgabe / Lesefähigkeit (zwei Notenschlüssel, meist drei Notensysteme).
Grundkenntnisse in der allgemeinen Musiklehre ermöglichen ein schnelleres Lernen und damit gesteigerte Freude am baldigen Erfolg.

 

Spätere Einsatzmöglichkeiten

Solospiel, Gemeindebegleitung im Gottesdienst (je nach Vorbildung und Lernfortschritt etwa nach zwei Unterrichtsjahren möglich und dabei eine gute Sackgeldverdienstmöglichkeit)
Begleitung von anderen Instrumenten oder Sängern, Kammermusik, usw.

 

Zusatzfächer

Als Ergänzung zum Kirchen-Orgelunterricht wird die Belegung eines zusätzlichen Ensemblefaches empfohlen. Zur Auswahl steht vorab das Kammermusik-Ensemble oder der Chorgesang.

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