Aus musikhistorischer Sicht hat die Gitarre die gleiche Abstammung wie die Streichinstrumente. Allerdings ist sie in der Klangerzeugung eher mit dem Cembalo verwandt, da die Saite mittels eines Plektrums angerissen bzw. gezupft wird. Heute wird in der Regel das klassische Gitarrenspiel unterrichtet. Diese Stilrichtung benutzt den Fingernagel als Plektrum. Das Griffbrett weist sogenannte Bünde auf, die die Tonhöhe durch das Niederdrücken der Saiten verändern. Die Gitarre gehört wie das Klavier zu den eigenständigen Instrumenten, da mehrstimmig gespielt wird.
Die Gitarre verfügt über Literatur aus dem 16. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Zahlreiche Kammermusik- und Hausmusikwerke machen sie zu einem äusserst dankbaren Ensembleinstrument. In erster Linie wird die Gitarre aber solistisch gespielt.
Ausgehend von der klassischen Gitarre hat sich seit Beginn des Jazz und der Pop-Musik eine grosse Palette an Elektrogitarren entwickelt. Diese Vielfalt ist aus der modernen Pop- und Rockmusik nicht mehr wegzudenken.
Klassische Gitarre
Dieses Instrument kann frühestens ab dem 10. Altersjahr erlernt werden, denn gewisse körperliche Voraussetzungen wie genügend grosse Hände etc. müssen erfüllt sein. Zudem braucht es ein gutes Gehör, gute Auffassungsgabe, Ausdauer und vor allem ein gutes Koordinationsvermögen.
Im Allgemeinen gelten die gleichen Voraussetzungen wie für die klassische Gitarre.
Vorteilhaft, aber nicht zwingend sind Vorkenntnisse auf der klassischen Gitarre.
Als Ergänzung zum Instrumentalunterricht wird die Belegung eines zusätzlichen Ensemblefaches empfohlen.
Zur Auswahl stehen:
· Gitarrenensemble (Klassik)
· Jazz- Rock-Workshop
· Rock-Workshop
Die Mandoline gehört zur Familie der Lauteninstrumente. Sie existiert seit Ende des 17. Jahrhunderts in der heute gebräuchlichen Form.
Im 18. Jahrhundert erlebte die Mandolinenspielkunst ihre Hochblüte und war ein beliebtes Kammermusikinstrument. In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts gaben die Mandolinenmeister Pietro Leone, Giovanni Battista Gervasio, Pietro Denis und Pietro Fouchetti Lehrwerke für Mandoline heraus, die uns heute einen genauen Einblick in die Technik des Mandolinenspiels dieser Zeit geben.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Mandoline, bedingt durch den musikalischen Stilwandel, aus dem Musikleben verdrängt. In der italienischen Volksmusik aber lebte sie weiter, hier gerieten die Spieltechniken der Meister des 18. Jahrhunderts jedoch in Vergessenheit. Das Bewusstsein der Problematik, dass die Mandoline den Anschluss an die musikalische Entwicklung des 20. Jahrhunderts verlor, regte in den letzten 20 Jahren eine Neuorientierung an. Heute ist die Mandoline ein viel gespieltes Instrument, dass die Möglichkeiten einer reichen Vergangenheit ausschöpft. Der Mandolinist ist in der Lage, Literatur vom 18. bis zum 20. Jahrhundert stilgerecht zu interpretieren.
Das Übungs- und Spielmaterial, im Einzel- und Gruppenunterricht verwendbar, ist so ausgewählt, dass es den Hörerwartungen des jungen Spielers entgegenkommt und ihn gleichzeitig mit Musik verschiedener Stilepochen vertraut macht. Darüber hinaus wurden die spieltechnischen Besonderheiten der klassischen Lehrwerke der Mandolinenmeister des 18. Jahrhunderts mit einbezogen, um zu einer stilgerechten Interpretation der Musik dieser Zeit zu führen
Die Harfe gehört zu den ältesten Musikinstrumenten der Menschheit. Ihr Ursprung liegt in der gespannten Sehne des Jagdbogens. So haben sich Harfen der unterschiedlichsten Bauarten auf der ganzen Welt entwickelt.
Die heute gebräuchlichsten Arten sind Hakenharfe, Einfachpedalharfe und Konzertharfe.
Die Harfe ist kein „zartes“ Instrument; sie muss mit Kraft gespielt werden. Sie ist kein reines „Mädchen-Instrument“; früher wie heute gibt es berühmte Harfenisten. Die Harfe ist einfach zu transportieren und hat in fast jedem Auto Platz. Sie hat zwar viele Saiten, ist aber mit Hilfe eines elektr. Stimmgeräts einfach und schnell zu stimmen.
Literatur findet sich in allen musikalischen Epochen, v.a. aber ab der Blütezeit, dem Impressionismus bis in die Gegenwart. Auch in allen anderen Musiksparten, wie Ethno, Folk- und Volksmusik und immer mehr auch im Pop- und Jazzbereich. Die Einsatzmöglichkeiten der Harfe sind im Solistischen Bereich, der Kammermusik, im Orchester und im Volksmusikensemble.
Es sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig. Eine gute Koordination der linken/rechten Hand ist notwendig (ähnlich dem Klavier).
Grosser Vorteil: „Harfe spielen klingt von Anfang an gut“.
Als Ergänzung zum Instrumentalunterricht wird die Belegung eines zusätzlichen Ensemblefaches empfohlen.
Zur Auswahl stehen:
· Jugendorchester
· Instrumentalensemble
· Volksmusikgruppe
Die moderne Konzertzither hat einen flachen Resonanzkasten. Sie liegt auf dem Tisch. Über ein Griffbrett mit 29 Bünden laufen 5 Spielsaiten zum Melodiespiel und über den Resonanzkasten zusätzlich 33 bis 42 freie Saiten. Die Zither entwickelt sich aus dem Scheitholt, das einen schmalen Resonanzkasten mit Griffbrett und Bünden besass.
Im 18. Jh. baute man dann eine doppelbauchige Zither (Mittenwald) und die einseitig gebauchte Zither (Salzburg), die sich später allgemein durchsetzte.
Das Hackbrett ist ein sehr altes Instrument und stammt nach neusten Erkenntnissen ursprünglich aus Persien. Von dort wanderte es nach Russland, in den arabischen Raum, von dort über den Balkan in die Donauländer, bis es schliesslich zu uns in den alpenländischen Raum gelangt ist. Seine erste Blütezeit muss das Hackbrett schon im 14./15. Jahrhundert gehabt haben. In der Schweiz und in Österreich kennt man es seit dem 16. Jahrhundert. Die Hackbrettform ist weltweit ungefähr die gleiche, nämlich ein Trapez und das ist zugleich auch das Prinzip. Lange Saiten = tiefer Ton, kurze Saite = hoher Ton
Die Zither kommt als Solo- und Kammermusikinstrument sowie in Volksmusik- und Unterhaltungsmusikensembles zur Anwendung.
Die Stilrichtungen umfassen:
Renaissance, Barock, Klassik, Moderne, Volksmusik, Unterhaltungsmusik, Salonmusik, Filmmusik.....
Das Hackbrett ist nicht nur ein Volksmusikinstrument sondern hat auch eine sehr ausgeprägte „klassische“ Vergangenheit. Das Hackbrett lässt fast jede Musikrichtung zu. So findet man es in der Kammermusik, Volksmusik bis hin zur zeitgenössischen Musik.
Hinweis: Im Angebot steht das Appenzeller Hackbrett und das Salzburger Hackbrett
Die Zither kann ab dem 9. Lebensjahr erlernt werden. Es braucht Koordinationsvermögen, Zielstrebigkeit und Ausdauer.
Zum Erlernen des Hackbretts sind keine Vorkenntnisse nötig. Das Hackbrett ist das ideale Instrument, um Kinder bereits früh an die Musik heranzuführen. Das Kind hat von den ersten Klängen an die Möglichkeit, sich differenziert auszudrücken und musikalisch kreativ zu musizieren. Das Hackbrettspiel ist aus diesen Gründen hervorragend in der Früherziehung und für Grundschulklassen geeignet und ist eine wunderbare Ergänzung zu den Orff-Instrumenten und der Blockflöte.
Als Ergänzung zum Instrumentalunterricht wird die Belegung eines zusätzlichen Ensemblefaches empfohlen.
Zur Auswahl stehen:
· Volksmusikensemble
· Schülerensemble
20.01.2012
Neuer Kurs für Erwachsene:
Workshop Dirigieren – Musikleitung
An 5 Abenden ab 17. Februar 2012
Weitere ausführliche Informationen erhalten Sie unter
musikschule.werdenberg@catv.rol.ch
oder unter Tel. 081 750 05 70
26.08.2011
Ab dem 06. Februar 2012 startet ein neuer Kurs
“Eltern-Kind-Singen”
Zeit: Dienstag, 10.00 – 10.50 Uhr
Kursort: Dachboden der Musikschule Werdenberg
Weitere Informationen erhalten Sie im Sekretariat.