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Majid Mo­hajer Shi­razi
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Holzblasinstrumente

Oboe

Oboen wer­den aus Gre­nadill-, Buchsbaum- oder Eben­holz ge­baut. Es gibt soge­nannte voll- und halb­automa­ti­sche Oboen. Ne­ben der auf der gan­zen Welt ver­brei­te­ten Bau­form der franzö­si­schen Oboe exis­tiert auch die Wie­ner Oboe, die fast aus­schließ­l­ich in Wien ge­spielt wird, bei­spiels­weise im Or­ches­ter der Wie­ner Philharmo­niker.

Die Ton­erzeugung ge­schieht mit ei­nem Dop­pel­rohr­blatt, das zwi­schen die nach in­nen gewölb­ten Lippen genom­men wird. Weil der Obo­en­ton sehr aus­geprägte Ober­töne hat, ist sein Klang be­sonders deut­lich hörbar. Da­her hat es sich seit dem 19. Jahrhundert ein­gebürgert, dass ei­ner der Obo­is­ten vor Pro­ben und Auf­füh­run­gen den an­de­ren Musikern den Ton a’ zum Ein­stim­men angibt.

Das Mund­stück der Oboe, kurz «Rohr» ge­nannt, wird vom Pfahl­rohr (Arundo do­nax) gefer­tigt. Bei der Atem­tech­nik nimmt die Oboe un­ter al­len Blas­in­stru­men­ten eine Sonder­stel­lung ein. Mit kei­nem an­de­ren Blas­in­stru­ment las­sen sich mit ei­nem einzigen Atemzug der­maßen lange Soli spie­len wie mit der Oboe. Der Grund liegt in der Be­schaffen­heit des Mund­stü­ckes.

Die früh­este Ab­bildung ei­nes Obo­en­vor­läufers stammt aus dem Jahre 3000 vor Christus. Schon wäh­rend der An­tike gab es obo­e­n­ähn­li­che In­stru­mente wie den grie­chi­schen Au­los oder die römi­sche Tibia. Die Bibel er­wähnt ein offenbar obo­en­ar­tiges In­stru­ment na­mens Cha­lil.

Anwendung

Seit ih­rer Ent­ste­hung wird die Oboe auch als Or­chester­in­stru­ment ein­ge­setzt. Ab dem 17. Jahrhundert bis heute ver­fügt die Oboe in jeder Epo­che über zahlrei­che Li­te­ratur, so­wohl im Solo- als auch im Kammermusik­bereich. Ne­ben der Klas­sik wird die Oboe heutzu­tage auch in Blas­or­chestern, in der Jazzmusik und in vie­len Big Bands ver­wen­det. Durch ih­ren vielfäl­tigen Klang wird die Oboe auch in der Volks­musik ein­ge­setzt.

Anforderungen

Für das Er­ler­nen der Oboe spielt nicht nur das Al­ter eine grosse Rolle, sondern auch die persön­li­che Reife. Ab dem zwölf­ten Lebens­jahr kann man mit dem Obo­en­spiel be­gin­nen. Natür­lich ist es wich­tig, die Vor­aus­setzun­gen wie die Körpergrösse, An­satz, usw. zu erfül­len. Ne­ben der musikali­schen Vor­bildung, wie zum Bei­spiel das Blockflö­ten­spiel, sind vor al­lem auch der Wille und die Aus­dauer wich­tig.

Zusatzfächer

Als Ergänzung zum In­stru­men­tal­un­terricht wird die Bele­gung ei­nes zu­sätz­li­chen En­semble­fa­ches empfoh­len:

  • Bläser­en­semble
  • Volks­musik­en­semble
  • Big Band
  • Blas­or­ches­ter